Lufthansa will Belegschaft verjüngen

Tonic73

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#1
Wie die WirtschaftsWoche berichtet plant die Deutsche Lufthansa nach der Neuaufstellung des Billigflug-Sektors sowie der Einführung eines neuen Logos nun auch einen Umbau der Personalstruktur. Ziel sei es, das bislang eher konservative Fluggeschäft der Kranichairline innovativer werden zu lassen. Hierzu benötige die Airline, so Chef-Hanseat Carsten Spohr, "frischen Wind" in der Belegschaft.

Um dies zu erreichen werde Arbeitsdirektorin Bettina Volkens ein Programm auflegen, das älteren Mitarbeiten "attraktive Angebote" zum freiwilligen Ausstieg zum Inhalt hat.

Der Hintergrund dürfte wohl sein, dass die Lufhansa sich der "agileren Herangehensweise" und teils völlig "neue Denkweise" der erfolgreichen Billigflugkonkurrenz annähern möchte. Dies ist wohl nach Ansicht der Lufthansa mit den eingefahrenen älteren Mitarbeitern so nicht möglich.

Als Lufthansa-Kunde und Arbeitgeber bereitet mir dieser Ansatz eher Bauchschmerzen! Wie seht ihr das?
 

LFCorsten

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#2
Mir ist es lieber eine erfahrene oder einen erfahrenen Mitarbeiter/in zu haben und eine Lösung zu bekommen, als eine die evtl. hübsch anzusehen ist. Aber der frische Wind bedeutet wohl, das man Personalkosten sparen will ;-)
 

LFCorsten

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#4
Die Mitarbeiter mit Erfahrung sind das wirkliche Kapital. Aber so ist es wohl heute.
 

Tonic73

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#5
Traurig aber wahr. Vielmehr sogar noch nervt mich allerdings, dass die altehrwürdigen Airlines sich die Denke bei den Billigheimern abschauen, anstatt sich mit Qualität genau von diesen klar abzugrenzen. Die ganze Soße verwässert doch immer mehr.

Fast schon lustig an der Sache ist, dass die Info mehr oder minder aus dem Büro Spohr kommt... Meint er am Ende sich selbst damit? Der ist doch auch schon Ü50!
 

LFCorsten

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#6
Lufthansa meint sie wären 100 Jahre alt, sind sie es doch nicht. Lufthansa will international sein, aber meldet sich im Ausland Lufthansa German Airlines. Also alles wie immer, man wurschtelt so rum wie man es gerade braucht.
 

ctulhu

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#7
Die Mitarbeiter mit Erfahrung sind das wirkliche Kapital. Aber so ist es wohl heute.
Das sehen die LH Bosse anders. MAs - Stewardess - sind in erster Linie Kostenverursacher ohne Mehrwert....

...bei dem lausigen Rekordgewinn muss noch mehr Einsparung möglich sein...

...was gerne in den Teppichetagen vergessen wird, ist, dass "Saftschubsen" gleichzeitig auch ihre wichtigsten Werbeträger sind...
 

LFCorsten

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#8
Das sehen die LH Bosse anders. MAs - Stewardess - sind in erster Linie Kostenverursacher ohne Mehrwert....

...bei dem lausigen Rekordgewinn muss noch mehr Einsparung möglich sein...

...was gerne in den Teppichetagen vergessen wird, ist, dass "Saftschubsen" gleichzeitig auch ihre wichtigsten Werbeträger sind...
Alle die direkten Kundenkontakt haben sind Werbeträger und das Gesicht der Firma.
 

Tim_in_the_air

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#9
Ich gebe euch ja bei allem recht. Aber warum soll eine junge FA schlechter sein als eine alte? Der Punkt erschließt mich mir nicht ganz. Klar. ein 18 jähriger Hüpfer der gerade seit drei monaten fliegt ist was anderes. Aber jetzt nehmen wir doch mal jemand Mitte/Ende 20, der auch schon 5-8 Jahre auf dem Buckel hat?
Ich bin vielleicht oberflächlich, aber lieber paar junge feger, als paar alte Schachteln wie bei vielen Amis....
* Duck und weg ;-)
 

Tonic73

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#10
Ich denke in erster Linie geht es hier ja um Angestellte in Planung und Verwaltung, weniger um Flugbegleiter.
 

ctulhu

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#11
Ich gebe euch ja bei allem recht. Aber warum soll eine junge FA schlechter sein als eine alte? Der Punkt erschließt mich mir nicht ganz. Klar. ein 18 jähriger Hüpfer der gerade seit drei monaten fliegt ist was anderes. Aber jetzt nehmen wir doch mal jemand Mitte/Ende 20, der auch schon 5-8 Jahre auf dem Buckel hat?
Ich bin vielleicht oberflächlich, aber lieber paar junge feger, als paar alte Schachteln wie bei vielen Amis....
* Duck und weg ;-)
Wenn man älter wird, dann merkt man eben doch den Unterschied zwischen jungen Hüpfern und älteren Schachteln...

...Erfahrung - vor allem Lebenserfahrung - lässt sich durch kein Geld der Welt ersetzen.

Bsp Stewardess
Eine 50-jährige Mutter mit Volljährigen Kindern und 30 Jahre Kabinenerfahrung lässt sich eher seltener durch unerwartete Ereignisse oder nervende Passagiere aus der Ruhe bringen als eine Mitte/Ende 20-jährige, die Zuhause vielleicht schon das erste Baby/Kleinkind hat..

...mit unsren Kleinen merken wir deutlich den Unterschied zwischen einer unerfahrenen Jungen, die schnell gestresst und überfordert ist - und einer souverän agierenden älteren Kollegin.
 

Tonic73

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#12
Kommentar zu der Sache von Prof. Karl Born:

Spohr will 3.200 ältere Lufthansa- Mitarbeiter, die angeblich innovationsfeindlich sind, nach Hause schicken und durch jüngere Arbeitskräfte mit Digitalisierungs-Kompetenz ersetzen, die aus anderen Branchen geholt werden sollen. Welch ein grässliches Armutszeugnis, dass man bei LH die Zukunft schlicht verschlafen hat. Was insgesamt nicht viel Neues wäre.

Digitalisierung ist das nächste i-Tüpfelchen

Ob der Lufthansa-Vorstand sein Handeln noch selbst versteht? Es darf bezweifelt werden. Da verkündete Carsten Spohr vor kurzem noch "das neue Logo sei für ihn, das "i-Tüpfelchen" beim Umbau der Airline". Inzwischen wissen wir, dass ihm das i-Tüpfelchen farblich etwas verrutscht ist und nachgebessert werden musste. Aber was Spohr jetzt aktuell raus haute, ist mehr als ein i-Tüpfelchen, da wird ein großer Teil Lufthansa DNA abgeschoben.

Merken die LH-Verantwortlichen nicht, was der Satz "innovative Mitarbeiter aus anderen Branchen holen" über Lufthansa aussagt? Personalaustausch statt offensichtlich über Jahre nicht erfolgte Personalweiterentwicklung. Die "Digitalisierung" die von Spohr nicht zu Unrecht gefordert wird, ist doch nicht innerhalb der letzten Monaten vom Himmel gefallen bzw. als der Heilige Geist dies Wissen in den letzten Jahren regnen ließ, warum wurden nur andere Branchen davon nass und nicht die Lufthansa?

(Quelle: www.airliners.de)
 
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